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Die Nisthilfen für Mauersegler und Mehlschwalben sind in Uznach bereit

Egli Willy 12.04.2019

Jahr für Jahr fliegen sie Tausende von Kilometern weit, um denselben Nistplatz zu finden, welchen sie im Spätsommer des letzten Jahres verlassen haben: die Mehlschwalben und die Mauersegler.

Während die Mauersegler, im Volksmund auch Spyr genannt, unüberhörbar mit 60 km/h über die Dächer des  Städtlis sausen, sind die Mehlschwalben an der Linth in Scharen beim Mückenfang anzutreffen.

Für die nächsten Jahre wurden deren Nisthilfen gereinigt und erweitert. Die Einsätze standen unter der Leitung  von Stephan Kühne, Präsident der Naturschutzkommission Uznach nakuz.

Frühlingsputz für die Spyren
Mauersegler sind Flugkünstler, die sich im Fluge ernähren und schlafen. Für die Brut ihrer zwei bis drei Jungen sind sie mit einem Mauervorsprung ohne Nistmaterial zufrieden.

Doch die Mauerritzen sind grösstenteils bei Renovationen  ausgefugt worden. Bei den Schulhäusern Letzi und Haslen, sowie beim Tröckneturm des Kulturtreffs Rotfarb sind vor Jahren Nisthilfen für die Seglervögel angebracht worden.

Da diese Nistkästen auch von Staren und Spatzen fremdverwendet werden, muss das alte Nistmaterial nach einigen Jahren wegen Krankheitserregern ausgeräumt werden.

Eine Equipe der Feuerwehr Schmerikon-Uznach führte die Reinigungsarbeiten mit der Hubarbeitsbühne aus. Von hoch oben schwebten dann auch Heu, Abfallreste und einzelne Daunenfedern zu Boden.

Diese Aktion machte möglich, festzustellen, dass alle Nisthilfen von den Mauerseglern als Brutplätze benutzt werden.

Lehm- und Sandersatz für die Mehlschwalben
Auch Mehlschwalben brüten in Kolonien, Nest an Nest. Sie bauen sich aus Sand, Lehm und Drüsensekret eine  Halbhöhle. Hier werden vier bis fünf Junge aufgezogen.

Lehm und Sand sind heute für die Mehlschwalben zu weit weg von den Nistplätzen. Um diese geschützten Sperlingsvögel zu fördern kommen auch hier Nisthilfen zum Einsatz.

In Uznach finden sich zwei Kolonien: am ehemaligen NOK Gebäude an der Benknerstrasse und beim Tröckneturm des Kulturtreff Rotfarb.

Mit dem Einverständnis des Präsidenten des Vereins Kulturtreff Rotfarb, Benno Schubiger,  durften die bestehenden Mehlschwalbenhöhlen an der Ostseite des Tröckneturms um zwanzig Stück erweitert werden. Diese Arbeit wurde von Freiwilligen des Vereins Natur Uznach Schmerikon nus in schwindelerregender Höhe ausgeführt.